Chronik

Von der Postkutschenstation zum modernen Gasthof

Im Kapfenberger Stadtteil Hafendorf befindet sich der weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinweg bekannte Gasthof der Familie Tödtling. Heute sind dem Familienbetrieb ein Eissalon und eine Kegelbahn angeschlossen.

Der Stadtteil Hafendorf wurde bereits im Jahre 1318 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit stand an der Stelle des heutigen Gasthofes Tödtling bereits ein Gebäude. Wahrscheinlich war dies das älteste Gebäude in Hafendorf. Stammen doch die Grundmauern aus dem frühen 14. Jahrhundert. Einen sicheren Beweis für den Bestand des Hauses gibt es allerdings erst durch die Datierung auf einem Holzbalken, in dem die Jahreszahl 1657 eingeschnitten ist. Diese Liegenschaft gehörte zur Herrschaft Oberkapfenberg und ist in den Urbaren des Amtes Hafendorf mit der Nummer eins eingetragen. Es war das erste festgebaute Haus in Hafendorf und lautete auf den Namen „Wagnerhofstatt“. Hier hatte sich ein Wagner niedergelassen, der an den durchreisenden Fuhrleuten zahlreiche Kundschaft hatte. Nach einer wechselhaften Geschichte über den Zeitraum mehrerer Jahrhunderte gelangte das Anwesen 1949 in den Besitz von Hildegard Brugger, welche den Gasthof 1965 an ihren Sohn Rupert Tödtling und dessen Gattin Anna übergab. Seit 1996 führen nunmehr Ulrike und Rupert Tödtling die Geschicke des Hauses.

Während der letzten 30 Jahre wurde der Gastronomiebereich erweitert und modernisiert. Heute bietet der Gasthof Tödtling seinen Gästen im Restaurantbereich 60 Sitzplätze und eine Terasse mit 20 Sitzplätzen. Extraräume und Säle für diverse Feiern (Hochzeiten, Sparvereinsauszahlungen, usw.) sind ebenso vorhanden, wobei im großen Saal rund 100 Personen Platz finden. Weiters ist im Herzen des Hauses ein Thekenbereich mit 12 m Länge integriert. Für den sportlichen Unterhaltungswert sorgen vier vollautomatische Kegelbahnen. Besonderes Augenmerk legt man auf den Beherbergungsbereich, so sind alle acht Fremdenzimmer als Komfortzimmer mit Sat-TV, Telefon, Bad oder Dusche/WC, Minibar und Safe ausgestattet. Für ein zwangloses Frühstück empfiehlt sich der Frühstücksraum, der sich auf Zimmerebene befindet.

Seinen überregionalen Bekanntheitsgrad erwarb sich das Haus durch die Herstellung und den Verkauf von Eisspezialitäten. Mit täglich 24 verschiedenen frisch erzeugten Eissorten kommt in dem im italienischen Stil gehaltenen Eissalon richtige Urlaubsstimmung auf.